Das Parkhaus unter der Feste Salzburg

Der 19. Juli 1975 war ein ganz besonderer Tag. Die weltberühmten Salzburger Festspiele, eins der wichtigsten Highlights für Freunde klassischer Musik, wurden ebenso feierlich eröffnet wie die erste Fußgängerzone in der Hauptstadt des Salzkammerguts. Dieser Tag wird aber auch in den Annalen Contiparks seinen besonderen Platz behalten, denn im Berg unter der Feste Salzburg wurde die Altstadt-Garage mit 1.500 Parkplätzen eröffnet. Ein großer Schritt für den deutschen Parkhausbetreiber, war es doch das erste vertragliche Engagement im Ausland. Eine Geschichte, die ohne Hofrat Alfred Denk so nicht möglich gewesen wäre. Der Geschäftsführer der SPG, der Salzburger Parkgaragen Gesellschaft, war der erste Verhandlungs- und spätere Vertragspartner von Contipark. „Bei diesen Verhandlungen wurde erstmals in der Geschichte Contiparks ein neues Geschäftsmodell verhandelt: Das System einer umsatzabhängigen Garantiepacht. Das Prinzip ist übrigens so erfolgreich, dass es mittlerweile Standard ist“, sagt Stefan Opitz, Bereichsleiter Operations in Deutschland und Österreich.

Die Lösung für Parkprobleme in Salzburg

Mit dem Vertragsabschluss mit Contipark wurde ein Prozess erfolgreich abgeschlossen, der in Salzburg zu Beginn der 1970-er Jahre begonnen hatte. Die Stadt hatte ein Expertenteam damit beauftragt, über die Parkprobleme der beliebten Touristenmetropole nachzudenken. Das Team sollte vor allem mögliche Standorte für neue Garagen ermitteln. Von diesen Aktionen hörte auch der damalige Contipark-Geschäftsführer Dieter Luchterhand. Schnell erkannte er für sich und das junge Unternehmen das Potenzial in der Festungsstadt. Da wollte er teilhaben, da sollte sich Contipark engagieren.

Ein Parkhaus unter dem Mönchsberg

„In weiser Voraussicht“, so heißt es in einer alten Jubiläumsbroschüre, gründete Luchterhand die Contipark International Austria GmbH, damals unter dem Namen Internationale Parkgaragenbetriebsgesellschaft m.b.H. 1973 beschlossen die Salzburger Stadtväter und -mütter unter dem 508 m hohen Mönchsberg eine Garage einzurichten. In zwei Hohlräumen unter dem langgezogenen markanten Stadtberg sollten die Stellplätze untergebracht sein. Nicht nur die Lage war damals eine Herausforderung, sondern auch die gewünschte Parkabfertigungsanlage, die vollautomatisch funktionieren sollte.

 

Anfängliche Schwierigkeiten

Leider war die damalige Technik noch etwas anfälliger als heute, so dass regelmäßig Personal zum Abkassieren an den Ausfahrten eingesetzt werden musste. Doch nicht nur deshalb war der Betrieb damals recht personalintensiv. Auch die Zählung der Parkieranlage erwies sich als ziemlich unzuverlässig. „Oft konnte die genaue Anzahl der freien Plätze nur durch Kundschafter ermittelt werden. Contiparkmitarbeiter streiften auf Mopeds und Fahrrädern durch den Burgberg und zählten die geparkten Fahrzeuge. Waren alle Parkgelegenheiten belegt, wurde das gemeldet und die Zufahrt so lange begrenzt, bis wieder Platz war“, erinnert sich Gerhard Wagner, der Contipark in Österreich von Beginn an begleitet hat. Übrigens waren die Parkplätze mit 2,35 m schon bald selbst für die damaligen Autos zu schmal und mussten verbreitert werden. Auch die Preise waren verhältnismäßig „schmal“: Die Stunde kostete 5 Schilling oder umgerechnet 0,35 EUR.

Contipark in Österreich ist eine Erfolgsgeschichte

Mittlerweile über 40 Parkgaragen in sechs Städten gibt es in ganz Österreich. Anfängliche Schwierigkeiten, teilweise in der Kommunikation mit den Kundinnen und Kunden, sind ausgeräumt und in manchen Dingen hat Österreich sogar Vorbildfunktion. So gibt es in Salzburg bei Contipark aus Umweltschutzgründen keine Dienstwagen. Es gibt vielmehr Dienstfahrräder mit bis zu 3.000 Kilometern Laufleistung pro Jahr und ein E-Lastenfahrrad.

Meilensteine in Österreich

1975 Eröffnung Altstadtgarage Salzburg

1989 Übernahme Parkeinrichtung Flughafen Salzburg

1992 Übernahme Parkeinrichtung im Mozart City Center in Linz

2000 Eröffnung Tiefgarage im Museumsquartier in Wien

2006 Übernahme der OPARK-Objekte in Wien

2010 Einrichtung Steuerleitzentrale Österreich

2015 Vollsperrung der Garage in Salzburg als Notlage für Flüchtlinge