Carsharing und autonomes Fahren

1,2 Millionen Menschen nutzten 2016 einen Carsharing-Wagen in Deutschland. Die Branche brachte rund 20.000 Autos auf die Straße, 2.500 davon mit Elektroantrieb. Vor allem jüngere Kunden nutzen das Angebot in größeren Städten und verzichten auf einen eigenen Wagen. Insgesamt teilen sich derzeit rund 830.000 Kunden ein Fahrzeug. Trotzdem ist noch viel Luft nach oben, wenn man bedenkt, dass es hierzulande einen Bestand von rund 45,8 Millionen zugelassenen PKW gibt. Bei den Nutzern der Carsharing-Angebote sind rund zwei Drittel bei einem Anbieter registriert, der stationsunabhängig ist wie etwa Car2go von Daimler oder DriveNow von BMW.

Mit dem Carsharing-PKW ins Parkhaus

Da in der Regel die Frage des Bezahlens noch nicht geklärt ist, geben Carsharing-Anbieter Parkhäuser und Tiefgaragen nicht für das Abstellen ihrer Fahrzeuge frei. Das gilt allerdings nicht für die Parkeinrichtungen von Contipark, denn hier wurden mit verschiedenen Anbietern bereits interessante Rahmenverträge abgeschlossen.
Grundsätzlich kann natürlich jeder Carsharing-Nutzer sein Fahrzeug bei Contipark abstellen. Da normalerweise das Fahrzeug dann aber von dem nächsten Nutzer übernommen wird, müsste dieser dann auch das Parkentgelt zahlen, bevor er ausfährt. Das ist natürlich nicht besonders praktikabel. Seit Juli 2012 können deshalb in Berlin Carsharing-Nutzer des Contipark-Kooperationspartners DriveNow mit ihren Fahrzeugen ganz bequem die im Auto hinterlegte Parkkarte für die Ein- und Ausfahrt nutzen.

Noch einfacher gestaltet sich das stationsgebundene Carsharing

Auf unbeschrankten Parkplätzen der DB Bahnpark an Bahnhöfen ist vor allem DB Rent mit seinen „Flinkster“-Fahrzeugen aktiv. Da an den Parkeinrichtungen immer dieselben Fahrzeuge bereitstehen und sich keine Schranke davor befindet, können und müssen die Fahrzeuge nur gemietet und auf den entsprechend ausgewiesenen Stellplätzen wieder abgestellt werden.

Autonomes Parken

Eine noch größere Herausforderung vor der die Parken Branche steht, ist das autonome Fahren. Wirklich funktionierende Lösungen sind noch nicht in Sicht, aber weltweit wird bereits mit Hochdruck geforscht und gearbeitet. Alle großen Automobilhersteller sowie Tesla, Apple und Google suchen nach intelligenten und innovativen Lösungen. Das Ziel sind Autos, die ohne das Zutun des Fahrers unterwegs sind. Denn gerade menschliches Versagen ist für viele Verkehrsunfälle weltweit verantwortlich. Die Parkhäuser sind ein idealer und logistisch zentraler Platz, an dem die Autos nach der Fahrt aufgeladen bzw. gewartet werden könnten. Laut einer Studie der Unternehmensberatung Frost & Sullivan wird es 2025 rund 36,7 Millionen Carsharing-Nutzer weltweit geben. Die Studie besagt, dass das autonome Fahren die Park-Branche noch einmal signifikant beeinflussen wird. Zunächst werden die Fahrzeuge etwa in Parkhäusern selbstständig einparken, später auch beim Kunden vorfahren. Wird die Auslastung pro Fahrzeug so erhöht, ist mit autonomen Flotten nur noch die Hälfte der heute benötigten Autos unterwegs. Daimler-Chef Dieter Zetsche spricht von einer „Kulturrevolution“. Eine Revolution, die bereits begonnen hat, deren Ausgang aber noch nicht absehbar ist.