In dem halben Jahrhundert seit der Gründung von Contipark gibt es die verschiedensten Meilensteine und Ereignisse, die in der Contipark-Geschichte einen besonderen Stellenwert haben.

Anfang der 1970er Jahre etwa mit dem Sprung ins internationale Geschäft. In Österreich wird die erste Parkeinrichtung übernommen – und eine ganz besondere noch dazu. Das „Parkhaus“ ist tief in den Felsen der Feste Salzburg geschlagen. Erste Anlaufschwierigkeiten werden mit Bravour gemeistert, und das Parkhaus im Berg läuft heute immer noch wie geschmiert.

In den autoverrückten 1960er Jahren hatten die Mineralölkonzerne tolle Pläne rund um ihr Kerngeschäft. Wenn Autos in Parkhäusern abgestellt werden, dann könnte man sie ja auch gleich betanken und waschen. Gute Idee – Parkhäuser mit Tankstelle und Waschanlage sind der letzte Schrei in den Sixties. Nicht einmal zehn Jahre später wendet sich das Blatt. Ölkrise und drastische Mineralölsteuererhöhungen verleiden den Ölkonzernen das Geschäft. 1978 will die Deutsche Shell ihre Parkhäuser abstoßen. Der damalige Contipark-Geschäftsführer Dieter Luchterhand wird darauf aufmerksam, und man kommt ins Geschäft. In den Folgejahren werden auch die Parkhäuser der Deutschen BP und der Deutschen FINA (heute Total Deutschland GmbH) übernommen. Auch diese Übernahmen sind eine gewaltige Herausforderung, denn innerhalb kürzester Zeit kommen über 40 Parkhäuser und Tiefgaragen hinzu.

Mit „Conti00“ beginnt das digitale Zeitalter

Dieses Wachstum wirkte sich auch auf die interne Organisation und die Entwicklung neuer Abrechnungsmethoden aus. Anfang der 1980er Jahre sind Personal Computer noch selten und teuer. 1984 stellt Steve Jobs seinen Apple Macintosh vor, der einer Revolution gleich kommt. In den nächsten zehn Jahren nimmt die EDV einen größeren Anteil an der Verwaltung ein. Contipark ist aber mit den auf dem Markt erhältlichen Produkten nicht zufrieden und lässt sich ein maßgeschneidertes Abrechnungsprogramm für Parkhäuser entwickeln. 1993 kann Contipark mit „Conti00“ eine wegweisende Software einführen. Damit beginnt auch beim „Parkieren“ das digitale Zeitalter – zumindest der erste Schritt.

Das Wendejahr 1989 ist nicht nur für Deutschland ein historisches Jahr, sondern auch für Contipark. Die Parkeinrichtungen werden von Wartburgs und Trabis gestürmt. Contipark wächst stetig weiter. Wichtige Meilensteine sind auch die Übernahmen der BP- und FINA-Häuser. Viele davon gekauft, der Bestand von Parkhäusern im Eigentum wächst! Wieder eine große logistische und personelle Herausforderung, die mit der Anstellung ehemaliger NVA-Angehöriger gemeistert werden kann.

Quantensprung mit der Deutschen Bahn

Natürlich sind auch das „Millenium“, der Jahrtausendwechsel, und die Einführung des Euros ein Jahr später für viele Mitarbeiter eine aufregende Bewährungsprobe. Alles klappt reibungslos, das erwartete Chaos bleibt aus.

2005 dann der Quantensprung, die Zusammenarbeit von Contipark und der Deutschen Bahn. Das Joint Venture DB BahnPark wird nach einer gewonnenen Ausschreibung vereinbart. Innerhalb von nur sechs Monaten wird Contipark so umstrukturiert, dass die Verdoppelung an Parkeinrichtungen im Unternehmen problemlos gemeistert werden kann.

Titlebild: Karen Blaha (CC-BY-SA-Lizenz) via flickr