Ein Erfolgsmodell

Begonnen hat alles in Belgien, dem Mutterland der Interparking Group. Wie kann man das Parken, den Parkvorgang einfacher gestalten? Das war der Hintergedanke, der die Eigentümer-Familie De Clercq bewegte und letztendlich zur Einführung der P Card führte. Ursprünglich war sie eine reine Service-Parkkarte, die online beantragt und verwaltet wurde. Sie sollte das Ein- und Ausfahren aus den Parkhäusern erleichtern und letztendlich das Bezahlen am Kassenautomaten überflüssig machen. Die Idee des ersten Online-Parkproduktes wurde schnell umgesetzt und in Belgien von der Servicegesellschaft „Servipark Internation S.A.“ eingeführt.

Es dauerte nicht lange, bis dieser Service auch in Deutschland ausgerollt werden sollte. Dazu wurde nach belgischem Vorbild die Servicegesellschaft „Servipark Deutschland GmbH“ gegründet. Ende 2007 erfolgte – zunächst in einem Testlauf in Berlin – der Launch des P Card-Service, damals noch als „Servipark-Kundenkarte“.

Die P Card beim Kunden etablieren

Der Service für den Kunden und die Funktionalität waren für die damalige Zeit revolutionär. „Das ticket- und bargeldlose Parken, das Online-Kundenkonto indem alle persönlichen Daten vom Kunden selbst verwaltet werden, bis hin zur Transaktionsübersicht und der Abbuchung von der Kreditkarte waren einzigartig“, sagt Michael Wolfram, Geschäftsführer der Servipark Deutschland GmbH. Dennoch sei das Produkt, das damals noch aufwendig über den Einsatz von Hostessen vertrieben wurde, nicht so richtig vom Kunden angenommen worden, so Wolfram weiter.

Schnell wurde klar, dass der reine Service-Gedanke und die ausschließliche Akzeptanz der Kreditkarte als Zahlungsmittel nicht ausreichten, um das Interesse des deutschen Parkers bzw. des Parkmarktes zu erwecken. Bereits 2009 wurde deshalb als zweites Zahlungsmittel das Lastschriftverfahren eingeführt und der P Card-Service als Kundenbindungsinstrument mit günstigeren Parkentgelten ausgebaut. Gleichzeitig erfolgte der weitere Rollout in Hamburg, Düsseldorf und vielen weiteren Städten in Deutschland.

Ein neuer Name für die Parkkarte

P Card SchriftzugDoch das war nicht die letzte Weiterentwicklung. Durch die gestiegene Nachfrage wurde immer deutlicher, dass die Bezeichnung Servipark-Kundenkarte für viel Verwirrung bei den Kunden sorgte. Denn nicht nur der Name, sondern auch die separate Servipark-Homepage stellten keine wirkliche Verbindung zu Contipark her. Manche Kunden vermuteten gar, in einem Servipark-Parkhaus und nicht bei Contipark ihr Auto abgestellt zu haben.

Das konnte natürlich so nicht bleiben, da die Servipark-Kundenkarte nicht mehr nur eine Erleichterung beim Parken war, sondern als Kundenbindungsinstrument weiterentwickelt wurde. Mit der Änderung auf den Produktnamen P Card und der Verbindung zur Contipark Unternehmensgruppe in der Vermarktung, wurde das Konzept nun auch für Contipark-Kunden klarer erkennbar.

Der Siegeszug eines Erfolgsmodells

Dank des großen Erfolges in Deutschland wurde die P Card zum Exportschlager, so im Jahr 2016 in Österreich. In Wien, Linz und Villach wurde sie zeitgleich an insgesamt acht Standorten eingeführt. Und das mit Erfolg, nach nur zwölf Monaten nutzen bereits über 11.000 Kunden die vielen Vorzüge der kleinen blauen Parkkarte.

Ihren Siegeszug hat die P Card auch bei der DB BahnPark fortgesetzt. Immer mehr Parkeinrichtungen an den Bahnhöfen akzeptieren die P Card. Über die DB-BahnPark-App können P Card-Kunden auf allen unbeschrankten Parkplätzen ihren Parkschein bezahlen.

„Als erster unserer Branche haben wir den digitalen und kostenlosen Parkservice mit der P Card eingeführt und haben pünktlich zum 50-igsten Geburtstag den 150.000-sten registrierten Kunden begrüßen können. Heute ist die P Card nur ein Angebot von vielen digitalen Parkprodukten, die wir dem Kunden über das MEIN CONTIPARK Kundenportal anbieten“, freut sich Michael Kesseler, der dadurch die Position von Contipark als Marktführer bestätigt sieht.


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