Michael Wolfram erinnert sich

Früher war alles besser, heißt es oft. Wenn es um das Marketing in der Parkierungsbranche geht, stimmt das ganz und gar nicht. Denn die Vermarktung von Parkeinrichtungen war über viele Jahre überhaupt kein Michael Wolfram steht lächelnd in einem Türbogen.Thema und ist es teilweise in der Branche bis heute nicht. Zur Jahrtausendwende musste das Thema „Marketing im Parkhaus“ sogar noch vom ADAC erklärt werden. Marketing-Chef Michael Wolfram, seit 1995 bei Contipark, erklärt die veraltete Sichtweise: „Parken war bis dahin das, was man damals in der Branche landläufig als ‚Toilettengeschäft’ bezeichnete. Es galt der Grundsatz: ‚In Parkhäuser fährt man nur, wenn man muss’! Aktiv sich darum kümmern, das musste oder wollte niemand“. Seit der Jahrtausendwende wurde aber immer klarer, dass sich das Kundenverhalten veränderte. Der E-Commerce-Sektor gewann immer mehr an Bedeutung, die Anzahl der Shopping-Touren und damit der Parkhausaufenthalte der Kunden verringerten sich aus verschiedenen Gründen und gerade der deutsche Kunde wurde immer preissensibler. „Wir mussten also etwas tun“, erinnert sich Michael Wolfram.

Mit dem Launch der neuen Webseite im Jahr 2005 wurde das Marketing Schritt für Schritt professionalisiert und Strategien entwickelt, um Autofahrer zum Parken zu animieren.

Marketing selbst entwickeln

Unter der Devise, das Parken in einer hohen Qualität und zu einem vernünftigen Preis-Leistungsverhältnis anzubieten, wurden Parkentgelte reduziert und das Serviceangebot für den Kunden erweitert. „Aber was nutzt das Ganze, wenn der potenzielle Parkkunde nichts davon erfährt und dadurch den Service nicht vermehrt nachfragt. Klassische Werbeagenturen waren mit der Vermarktung der Spezialimmobilie Parkhaus überfordert, so dass wir alles selbst entwickeln, lernen und immer wieder optimieren mussten,“ erinnert sich Sandra Pröhl, Teamleiterin für den Bereich Marketing & Kommunikation. Etwa mit Standortbefragungen oder mit Marketing-Aktionen, bei denen Promotoren in Ganzkörperanzügen, sogenannten Morph-Suits, an belebten Straßenkreuzungen für Parkmöglichkeiten bei Contipark warben. Mit der Werbung auf die Straße zu gehen, stellte sich als erfolgreiches Mittel im Kampf um den Kunden heraus. Heute gehört das Marketing, wie selbstverständlich zum Contipark-Geschäft dazu. Hochprofessionell, effizient, effektiv. Früher war der Kunde auch das unbekannte Wesen, er bezahlte an der Handkasse und war dann wieder verschwunden. Das ist heutzutage ganz anders. Heute steht Convenience und die Kundenbindung beim Parken im Mittelpunkt und das hat auch massive Auswirkungen auf das Marketing.

Ein Werbebanner, das Parken für 4 Euro pro Tag anbietet.

„Mit der Einführung der P Card begannen wir quasi mit dem direkten Kontakt zu unseren Kunden. Die Karteninhaber traten aus den Nebeln der Anonymität hervor. Heute stehen wir mit über 150.000 P Card Kunden und über 14.000 Facebook Fans in stetem Kontakt und sind dem Wettbewerb weit voraus “, freut sich Michael Wolfram. Dieser Wandel wird auch in der Positionierung der Marke deutlich. In der Vergangenheit präsentierte sich Contipark hauptsächlich im Business-to-Business-(B2B)-Sektor. Heute steht eine starke Bindung zum Verbraucher (B2C), aber auch zu den eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Fokus. Das bedeutet: Contipark entwickelt sich immer mehr zu einem innovativen und offenen Unternehmen, das sich modern und zukunftsorientiert ausrichtet. Das schließt eine starke und positive Präsenz der Marke Contipark ein. Nicht zuletzt führt das auch zu höherer Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit, einem positiven Markenerlebnis und dem Einsatz von neuen, modernen Medien. Und an diesem Erfolg hat das Marketing-Team von Contipark einen nicht unwesentlichen Anteil. Und dass früher alles besser war, das behauptet heute ganz sicher niemand mehr.